Seit diesem Jahr ist die Sparkasse Allgäu Partner des Landschaftspflegeverbandes Oberallgäu-Kempten e. V. und unterstützt nicht nur finanziell, sondern auch in der Praxis:
15 Azubis der Sparkasse haben für einen Tag den Bürostuhl gegen Muskelkraft eingetauscht. Gemeinsam mit den jungen und motivierten Menschen haben wir im Wasenmoos beim Widdumer Weiher Neophyten entfernt und Faulbaum entbuscht. Gleichzeitig konnten sie Interessantes über Streuwiesen und Moore erfahren, etwa über deren Bedeutung als CO2-Speicher, Wasserspeicher, Kaltluftentstehungsgebiet und Lebensraum für spezialisierte Tier- und Pflanzenarten. Auch die landwirtschaftlich extensiv genutzten Streuwiesen bilden ein wichtiges Refugium der Artenvielfalt. Die Biotope sind jedoch empfindlich: Breiten sich Neophyten wie Indisches Springkraut und Kanadische Goldrute ungehindert aus oder wachsen die Flächen zu, beeinträchtigt das diese wertvollen Ökosysteme. Mit Händen, Spaten und Astscheren ging es also raus, um insbesondere Springkraut und Goldrute zu rupfen und Faulbaum zu schneiden. Wir bedanken uns für die tatkräftige Unterstützung und das Engagement aller Beteiligter.
Bei strahlendem Wetter waren wir auch in diesem Jahr beim Tag des offenen Naturparks am 30. Mai mit unserem Stand vertreten. Groß und Klein nutzten den sonnigen Tag, um sich bei uns umzusehen: Während die Kinder begeistert das Streuwiesenspiel ausprobierten und auf Entdeckungstour nach Teufelsabbiss, Enzian-Ameisenbläuling oder dem einen oder anderen Landschaftspfleger gingen, nutzten viele Erwachsene die Gelegenheit, sich über unsere Projekte im Bereich Streuobst, Moore und Streuwiesen zu informieren und einen Einblick in die Arbeit eines Landschaftspflegeverbandes zu bekommen.
Neben der erfolgreichen Einbindung des bayerischen EFRE-Programms (Europäische Fonds für regionale Entwicklung in Bayern) in die Wiederherstellung und Pflege der Moore und Streuwiesen im Oberallgäu konnten wir darüber hinaus die Fördermittel für die Wiederherstellung artenreicher Bergmähder und Alpflächen einsetzen.
Das Projekt des Landschaftspflegeverband Oberallgäu-Kempten e. V. zielt darauf ab, der landwirtschaftlichen Aufgabe und folglich Verbrachung von Bergmähwiesen und Alpweiden entgegenzuwirken. In enger Zusammenarbeit mit den Bewirtschaftenden, Grundeigentümern und dem Allgäuer Alpvielfalt-Projekt des Landratsamtes Oberallgäu werden durch Pflegemaßnahmen diese sehr artenreichen Flächen der Allgäuer Bergregion wiederhergestellt und langfristig erhalten. Eine differenzierte Pflege auf dem meist schwer zugänglichen Gelände erfordert ein hohes Maß an Handarbeit und muss unter besonderer Berücksichtigung der Schaffung strukturreicher Lebensräume und in Abstimmung mit den artenschutzfachlichen Erfordernissen stattfinden. Die erfolgreiche Umsetzung trägt maßgeblich zur Lebensraumqualität stark gefährdeter Arten, zum Ausbau des Biotopverbunds und zur Schutzgebietserhaltung auf europäischer Ebene bei. Zusätzlich werden Erholungswert, Landschaftsbild und die kulturhistorische Identität bewahrt. Wir bedanken uns ebenfalls für die in diesem Projekt durch den Freistaat Bayern und die europäische Union zur Verfügung gestellten Fördermittel und für die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Regierung von Schwaben.
Die Wiederherstellung der Biotopfläche in Vocken ist eine Zusammenarbeit der Naturschutzgruppe Altusried, der Gemeinde Altusried, des Grundeigentümers Thomas Heberle von Clay Pit Stables, des Büffelbesitzers Christian Haigermoser, des Sponsors Primavera Life GmbH, der unteren Naturschutzbehörde und des Landschaftspflegeverbandes.
Ein wichtiger Tagesordnungspunkt war die Wahl eines neuen Rechnungsprüfers. Wir bedanken uns sehr herzlich bei Frau Dr. Sabine Rödel für ihr langjähriges Engagement in diesem Amt. Zugleich freuen wir uns über die Wahl von André Eckardt, der künftig gemeinsam mit Florian Schmid, der sein Amt fortsetzt, diese Aufgabe übernehmen wird.
Ein weiterer Höhepunkt dieses Jahr wird unser 30-jähriges Jubiläum am 13. Juni im Vereins-Stadel in Unterjoch, mit einem bunten Programm aus spannenden Fachvorträgen rund um Naturschutz und Landschaftspflege, Maschinenvorführungen und kurzweiligen Exkursionen für alle Interessierten. Ein besonderer Dank geht an alle Mitglieder, Kooperationspartner und Landschaftspfleger ohne deren Unterstützung all dies nicht möglich wäre.
Das seit 2021 laufende Projekt hat zum Ziel, wertvolle Streuwiesenlebensräume rund um den Bachtelweiher wieder herzustellen und weiterzuentwickeln. In den vergangenen Jahren wurden bereits zahlreiche Maßnahmen von ortsansässigen Landschaftspflegern umgesetzt, für die mehrere hundert Arbeitsstunden, Spezialtechnik und Fördermittel eingesetzt wurden. 2025 wurde das Projekt aufgrund der Fördermittelknappheit von der Regierung von Schwaben nicht weiter gefördert, weshalb der Landschaftspflegeverband sich über die Unterstützung des Landtagsabgeordneten der Freien Wähler Herrn Hold freut. Denn die Fortführung der Pflege ist für die Weiterentwicklung entscheidend: Ohne regelmäßige Maßnahmen würde Schilf wieder vordringen und die wertvollen Streuwiesenarten verdrängen.
Mit der gesicherten Finanzierung kann die Entwicklungspflege in den kommenden Jahren fortgesetzt werden. Ziel ist es, artenreiche Streuwiesen zu entwickeln, die künftig dauerhaft extensiv von Landwirten bewirtschaftet werden können. Zusätzlich plant der LPV gemeinsam mit einem Landwirt den Einsatz von Wasserbüffeln zur zeitweisen Beweidung der feuchten Flächen. Die Tiere sollen dabei helfen, den Schilf zurückzudrängen und wertvolle Lebensräume langfristig zu sichern. Mehr Details gibt es in der Pressemitteilung der Freien Wähler zum Nachlesen. Hier finden Sie den zugehörigen Zeitungsartikel: Bald Wasserbüffel am Bachtelweiher, mit freundlicher Genehmigung der Allgäuer Zeitung. |
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