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Entbuschungsaktion mit den Azubis der VR-Bank Kempten-Oberallgäu

10/10/2025

 

Ordentlich Hand angelegt haben die Azubis der VR-Bank Kempten-Oberallgäu im Rahmen einer Entbuschungsaktion im Betzigauer Moos am 01. und 02. Oktober. Die Biotopfläche am östlichen Rand des Moores auf Kemptener Flur gelegen, wurde ehemals als Streuwiese genutzt und ist über die letzten Jahrzehnte zugewachsen, wodurch die schützenswerte Offenlandflora- und fauna extrem rückläufig ist. Durch wiederholte Entbuschungsaktionen soll der halboffene Charakter erweitert werden und Achsen für Schmetterlinge und co geschaffen werden. 
Ein herzliches Dankeschön an die fleißigen Helferinnen und Helfer! 

Erfolgskontrolle am Notzenweiher

8/10/2025

 
Am Notzenweiher traf sich die neue Bürgermeisterin von Betzigau, Frau Lässer-Dorn, mit Leonie Schaefer und Kathrin Schratt vom Landschaftspflegeverband, um sich vor Ort einen Eindruck von den laufenden Landschaftspflegemaßnahmen im Gemeindegebiet zu verschaffen.
Leonie Schaefer berichtete über die zahlreichen Erfolge der vergangenen zehn Jahre, in denen gemeinsam mit Landwirten wertvolle Flächen rund um den Weiher aufgewertet werden konnten. Im Fokus des Ortstermins standen die Maßnahmen am Ost- und Westufer, die sich derzeit noch in der Pflege befinden und für Arten, wie den Blauschillernden Feuerfalter  mittels Pflegemahd aufgewertet werden.
Besonders die Streuwiese am Ostufer, die seit 2020 in Pflege ist und sich prächtig entwickelt hat, zeigte die positiven Effekte der Landschaftspflege. Hier konnten verschiedene typische Streuwiesenarten wie Blutwurz und Teufelsabbiss bestaunt werden.
Leider konnte die Fläche in diesem Jahr aufgrund begrenzter Fördermittel nicht gemäht werden. Es bleibt zu hoffen, dass in den kommenden Jahren wieder mehr Mittel zur Verfügung stehen, um auch diese wichtige Pflege fortzuführen.
Frau Bürgermeisterin Lässer-Dorn zeigte sich begeistert und ist erfreut über die Schätze in Ihrem Gemeindegebiet.

Tag des offenen Naturpark

4/10/2025

 
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Auch dieses Jahr waren wir mit unserem Streuespiel und Infos zu artenreichem Grünland wieder auf dem Tag des offenen Naturparks am 04. Oktober vertreten. Zahlreiche Kinder durchwühlten begeistert die Streue auf der Suche nach dem Schwalbenwurzenzian, dem Teufelsabbiss, dem Enzian-Ameisenbläuling oder einem Landschaftspfleger mitsamt Motormäher.

Wir laden ein zum STREUOBST-WIESENTAG in Wildpoldsried

12/9/2025

 

Die Gemeinde Wildpoldsried veranstaltet in diesem Jahr gemeinsam mit zahlreichen Partnern einen Streuobstwiesentag. Rund um das WiWaLaMoor laden vielfältige Aktionen und Stände ein – von regionalen Köstlichkeiten über Mitmachangebote bis hin zu spannenden Informationen zur Obstsortenvielfalt.

Der Landschaftspflegeverband bietet zusammen mit dem Kreisfachberater Bernd Brunner im Rahmen des Festes eine Erkundungstour in die Streuobstwiese am WiWaLaMoor an. Dabei lassen sich die unterschiedlichen Facetten dieses besonderen Lebensraums mit allen Sinnen erleben: Was braucht ein Apfelbaum zum Wachsen, welche Tiere finden hier ein Zuhause und weshalb ist die Sortenvielfalt für den Menschen so wertvoll.

Die abwechslungsreiche Tour für Groß und Klein starten jeweils um 10:30 Uhr und um 12:30 Uhr.

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Unsere Landschaft, unsere Verantwortung

10/9/2025

 
„WIR machen Landschaft“ – hinter diesem WIR steht nicht nur der Landschaftspflegeverband, sondern vor allem zahlreiche fleißige Landschaftspfleger, Älpler und Landwirte, ohne die unsere Landschaft heute wesentlich eintöniger aussehen würde. Sowohl die traditionelle Alp,- als auch die extensive Talwirtschaft sind für den Erhalt unserer strukturreichen und vielfältigen Kulturlandschaft und somit der Lebensräume zahlreicher bedrohter Arten von großer Bedeutung. Denn ein Großteil unserer heimischen Tier- und Pflanzenarten benötigt extensiv bewirtschaftete Wiesen und Weiden. Um diese Zusammenhänge zu verstehen, müssen wir einen Blick in die Vergangenheit werfen, zu den Zeiten als große Pflanzenfresser wie Wisente und Auerochsen durch 
Mitteleuropa streiften und – unterstützt durch natürliche Dynamiken wie z.B. Lawinen – ein strukturreiches Mosaik aus Wald und Offenflächen schafften. Später wurden diese Offenflächen dann vor allem durch den Menschen gefördert, indem er Großweidetiere durch domestizierte Weidetiere ersetzte, die Wiesen und Weiden offenhielten. Im gleichen Atemzug nahm auf den genutzten Flächen die Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren zu, die offene Lebensräume besiedelten und bis heute auf eine Offenhaltung und Vernetzung ihrer Habitate angewiesen sind. Bis heute ist unser Landschaftsbild maßgeblich durch diese Prozesse geprägt und davon abhängig, dass z.B. Weideflächen durch angepasste Beweidung nicht zu sehr verbuschen, artenreiche Magerrasen einmal im Sommer oder Streuwiesen einmal im Herbst gemäht werden.
Wir, als Landschaftspflegeverband können bei der Wiederherstellung solch naturschutzfachlich bedeutender Lebensräume unterstützen, doch eine Langfristigkeit haben diese Maßnahmen nur, wenn sie Hand in Hand mit einer angepassten Beweidung/ langfristigen Bewirtschaftung gehen. Daher ein riesengroßer Dank an alle Landwirte und Älpler, die sich Tag für Tag mühsam dafür einsetzen, dass unsere Landschaft so vielfältig und artenreich bleibt, wie wir sie kennen und lieben… und der klare Aufruf, sie dabei zu unterstützen, dass sie diese, für uns alle bedeutende Arbeit weiterhin leisten können!

WIR machen Landschaft

21/8/2025

 
„Wir machen Landschaft“ lautet der Slogan der aktuellen DVL-Kampagne und ist in dieser Form auch auf einigen Holzrahmen und Störbannern zu finden, die wir im Oberallgäu in verschiedenen Landschaftspflegekulissen angebracht haben. Wir machen damit unsere Arbeit sichtbarer und fordern in diesem Zuge die bayerische Staatsregierung und den Landtag auf, an der Umsetzung der bayerischen Naturschutzziele festzuhalten und dafür – trotz schwieriger Haushaltsbedingungen – im Doppelhaushalt 2026/27 wieder ausreichend Mittel zur Verfügung zu stellen.


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Kulturlandschaft unterstützt durch Landschaftspflege - Exkursion rund um das Imberger Horn

5/7/2025

 
Am vergangenen Samstag zeigte der Landschaftspflegeverband Oberallgäu-Kempten e. V. (LPV) zusammen mit der Biodiversitätsberaterin des Landkreises, Birgit Marzinzig, rund 20 Interessierten drei besondere Lebensräume rund um das Imberger Horn, die allesamt nur durch die traditionelle landwirtschaftliche Nutzung entstanden sind: artenreiche Streuwiesen, magere Bergweiden und extensive (Berg-)Mähwiesen.
Nach der gemeinsamen Bergfahrt führte die Exkursion zunächst zur Südflanke des Imberger Horns. Angekommen auf den Weideflächen der Strausbergalpe, erläuterte Kathrin Schratt vom LPV, dass ohne das menschliche Schaffen keine Mutterkühe hier grasen könnten - die potentielle natürliche Vegetation wäre größtenteils Wald.
In den letzten 5000 Jahren hat der Mensch zunehmend Wälder in Offenland umgewandelt. Im 19. Jahrhundert erreichte die landwirtschaftliche Nutzung ihre maximale Ausdehnung – das Allgäu zeigte damals einen deutlich offeneren Landschaftscharakter als heute.
Die bis heute erhaltenen, traditionell, extensiv genutzten Wiesen und Weiden besitzen eine enorme Artenvielfalt, weshalb sich der Landschaftspflegeverband für ihren Erhalt bzw. Wiederherstellung einsetzt.

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Renaturierung mit Wirkung – Das Buchenberger Moor im Fokus

2/7/2025

 
Vergangene Woche stand das Moorgebiet am Buchenberger Moorbad im Mittelpunkt der Dreharbeiten von AllgäuTV. Das kleine Juwel mitten im Gemeindegebiet gehört mit zu den ersten Landschaftspflegeflächen überhaupt und wurde zwischen 1996 und 2001 zusammen mit ortsansässigen Landwirten renaturiert. Damals durchzogen Entwässerungsgräben das Hochmoor und eine ehemalige Fichtenanpflanzung hatte die typische Moorvegetation verdrängt. Im Zuge der Landschaftspflege wurden die Gehölze entfernt und Dämme errichtet, um den Wasserhaushalt im Moor wiederherzustellen. 
Seither führen die Buchenberger Landschaftspfleger auf knapp 1,5 ha regemäßig eine Mahd mit Motormähern oder Freischneidern durch. Ziel ist es, Problemarten wie die Kanadische Goldrute oder auch den Faulbaum zurückzudrängen und konkurrenzschwache Offenlandarten gezielt zu fördern. Dank der Renaturierung kann das Moor nun wieder seine natürlichen Funktionen erfüllen und dient als Kohlenstoffsenke in Zeiten des Klimawandels, dem Wasserrückhalt bei Starkniederschlagsereignissen und als Lebensraum für gefährdete Pflanzen wie dem Sonnentau. Kathrin Schratt vom LPV zeigte, was es alles im Moor zu entdecken gibt. 

Ein herzliches Dankeschön an Kai Gropp von AllgäuTV für die Berichterstattung.
Der Moorbeitrag ist ab Minute 5:45 im "Land und Leute" (07. Juli 2025) zu sehen: https://www.allgäu.tv/mediathek/video/land-und-leute-7-juli-2025/

Wiesen, die fliegen – Auf den Spuren von Schmetterlingen und Streuwiesen

29/6/2025

 
Bei unserer gemeinsamen Exkursion mit dem Bayerischen Bauernverband am 29. Juni rund um den Schwarzenberger Weiher gaben wir spannende Einblicke in die faszinierende Welt der Streuwiesen. Die Exkursionsteilnehmer erfuhren, welche seltenen Arten hier noch vorkommen – und warum ihr Schutz so wichtig ist.

Auf den feuchten Wiesen wachsen Pflanzen wie Schwalbenwurz-Enzian, Teufelsabbiss, Moorklee oder sogar Orchideen. Sie sind Lebensgrundlage für hochspezialisierte Insekten wie den Blauschillernden Feuerfalter oder den Enzian-Ameisenbläuling. Letzterer legt seine Eier auf dem Enzian ab – später lassen sich die Raupen von Ameisen in deren Nest tragen, wo sie überwintern und sich von den Ameisen durchfüttern lassen – ein erstaunlicher Trick der Natur.
Doch ohne Pflege verschwinden diese Arten: Schilf, Gehölze und Nährstoffüberschuss verdrängen die Spezialisten. Die Exkursion machte deutlich, wie viel Einsatz es braucht, damit diese Vielfalt erhalten bleibt – und wie wichtig dabei die Arbeit vieler engagierter Landwirte ist, wie auch Erich Krug vom Bayerischen Bauernverband betonte.
Den zugehörigen Zeitungsartikel finden Sie hier: "Ein Paradies auf Zeit?", mit freundlicher Genehmigung des Kreisboten, sowie "Mit dem Landschaftspflegeverband auf Spurensuche", mit freundlicher Genehmigung des Allgäuer Bauernblatt und "LPV-Exkursion zu artenreichen Streuwiesen", mit freundlicher Genehmigung des Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatts.

Fasinierende Moorgeschichten im Zaumberger Moos

28/5/2025

 
Am Freitag ging's trotz wechselhaftem Frühlingswetter zu einer gut besuchten Exkursion ins Zaumberger Moos. Neben botanischen Besonderheiten wie Fieberklee und bunten Torfmoosen standen auch spannende Informationen zur Entstehung, Funktion und ökologischen Bedeutung von Mooren im Mittelpunkt. Die Teilnehmer erfuhren, wie Moore als Kohlenstoffspeicher, Wasserspeicher und Lebensraum für viele spezialisierte Arten verschiedenste Funktionen erfüllen – und wie das Zaumberger Moos durch Renaturierungsmaßnahmen des Landschaftspflegebands seit 2024 wiederbelebt wird.
Zum gelungenen Abschluss wurden die Teilnehmer und Teilnehmerinnen mit der Blume des Jahres 2025 -dem Sumpfblutauge- belohnt, welches als Botschafter für den Schutz von Moor-Ökosystemen steht.
Den zugehörigen Zeitungsartikel finden Sie hier: Ein Stück Natur kehrt zurück, mit freundlicher Genehmigung des Allgäuer Bauernblattes, sowie Wichtiger Beitrag zu Artenvielfalt und Klimaschutz, mit freundlicher Genehmigung der Allgäuer Zeitung und "Förderung auf der Kippe", mit freundlicher Genehmigung des Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatts.
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